Über Trauer sprechen

Unsere Gesellschaft steht Trauernden oft hilflos gegenüber. Traditionelle Umgangsformen mit Tod und Trauer/Rituale sind heutzutage in Vergessenheit geraten. Wir haben gelernt, mit Trauer und Verlust schnell "fertig zu werden". Trauer wird als etwas Unangenehmes, ja sogar Krankhaftes angesehen, so dass sie oft mit aller Kraft gemieden, verdrängt und sogar verleugnet wird. Unverarbeitete Trauer kann psychische und soziale Probleme zur Folge haben - gerade bei Kindern und Jugendlichen. Eltern und Angehörige sind oft vollkommen erdrückt von ihrem eigenen Schmerz, auch Freunde und Klassenkameraden ziehen sich aus Unsicherheit zurück. Immer noch sind Kinder die übersehenen Trauernden, aber auch ihre Trauer braucht Zeit, Ausdruck und eine Heimat.

Das Projekt trifft einen wichtigen und notwendigen Punkt in den psychosozialen Versorgungsangeboten in Deutschland und ist durch seinen klaren Handlungsauftrag sehr geeignet, ehrenamtliche Mitarbeiter zu motivieren und öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, um weitere Unterstützung zu mobilisieren. DOMINO hat eine attraktive Modellfunktion, was wiederum die "Nachahmung" in anderen Städten und Regionen erleichtern kann, da es für diese Zielgruppe in Deutschland bisher praktisch kaum institutionalisierte Angebote gibt.

Meine Tante übernimmt seit Jahren in Vollzeit die Gruppenleitung Bergisch-Gladbach. Mein Onkel unterstützt nebenberuflich in den administrativen Dingen - daher bekomme ich regelmäßig Informationen aus dem Bereich.

Kurzum: Eine für Kinder extrem sinnvolle Einrichtung, die meiner Meinung nach als Projekt sehr gut geeignet ist.